Donnerstag, 30. Mai 2013

"Der grimmigste Feind der Deutschen, der Nationalsozialismus"

Verstreute Brief- und Nachlaßstücke von Erich und Mathilde Ludendorff, sowie ihrer Mitarbeiter (II)
2. Teil: 1930 - 1966

Dies ist der zweite Teil eines zweiteiligen Blogartikels. Teil 1 siehe --> hier.

Dezember 1930 - "Meldung über den unbotmäßigen Jugendbund"

Abb. 10: Rundbrief Erich Ludendorffs "An die Herren Landesführer" vom 24. Dezember 1930
In einem "signierten Brief von Erich Ludendorff vom 24. Dezember 1930 an die 'Herren Landesführer' des Tannenbergbundes" schreibt Erich Ludendorff (lot-tissimo, Ebay.co.uk):
München, 24. Dezember 1930

An die Herren Landesführer!

Ich fürchte, daß die Lage des Deutschen Volkes noch viel ernster ist, als ich sie schildere. Die Nachrichten mehren sich, daß wir dem Chaos zueilen.

In der letzten Folge der Ludendorffs Volkswarte 1930 und in dem letzten Verordnungsblatt gab ich Richtlinien für den Kampf. Ich tue dies auch in der ersten Folge 1931. Er muß von Anfang 1931 an mit aller Tatkraft aufgenommen werden. Es muß nun einmal endlich jeder Tannenberger Kämpfer sein.

Lassen wir uns nicht durch Klatsch und Getratsch auch nur eine Minute abziehen, achten wir darauf nur so weit, als es  der Kampf erfordert und widmen wir uns ganz der großen Aufklärung des Volkes, vor allem über die große Weltkriegsgefahr.

Das Deutsche Volk möchte ja doch gerettet werden. Alle Stimmen, die mich erreichen, legen heißes Sehnen an den Tag.

Mit Deutschem Gruß!

gez. Ludendorff.
Die Angaben des Verkäufers dazu lauten: "Maschinengeschriebener Abzug, eigenhändig in Tinte signiert, darunter eigenhändige und paraphierte Notiz Ludendorffs":
Ich bekam noch immer keine Meldung über den unbotmäßigen Jugendbund. L.
Die Rundschreiben des Tannenbergbundes, vor allem an die Landesführer desselben, sind wie viele anderen Quellen zur Geschichte der Ludendorff-Bewegung noch nicht editiert worden. Sie werden aber wohl in verschiedenen staatlichen und privaten Archiven weitgehend vollständig vorliegen. Am Wesentlichsten ist deshalb hier der handschriftliche Zusatz.

Abb. 11: Ein Fragebogen der Militärregierung für Mathilde Ludendorff (1945 oder später)
Womöglich lassen die gleichzeitg von dem gleichen Verkäufer angebotenen Stücke jenen Landesführer eingrenzen, an den sich dieser handschriftliche Zusatz wandte (s.a. Ebay.co.uk):
Gefaltet, zwei kleine hinterklebte Risse. Dazu "Tannenberg - geschichtliche Wahrheit über die Schlacht", 1939 im Ludendorff-Verlag erschienene Ausgabe in neuwertigem Zustand, auf dem Vorsatzblatt Tintensignatur "30.4.1939 Mathilde Ludendorff". Inliegend Teilabschnitt des Fragebogens des Military Government of Germany mit handschriftliche Bleistifteintragungen Mathilde Ludendorffs (original?)."
Wenn diese Stücke zusammengehören, dürften sie sich im Besitz eines früheren Landesführer befunden haben, der noch im April 1939 und auch noch 1945 oder danach Kontakt zu Mathilde Ludendorff hatte und wohl auf diese Weise auch in den Besitz dieses Fragebogen-Fragments gekommen ist.

1931 - "Deutschvolk" - "Anlagen mit Dank zurück"

Abb.: Erich Ludendorff an einen Herrn Halbe (?), 22. Juni 1931 auf einem Briefbogen mit "Deutschvolk"-Vignette
Um Mitglied des nichtchristlichen weltanschaulichen Vereins "Deutschvolk" werden zu können, mußten Antragsteller ihre Kirchenaustrittsbescheinigung einreichen. Womöglich ist eine solche mit einem kurzen Schreiben vom 22. Juni 1931 an einen Herrn Halbe (?) in Berlin (?) von Erich Ludendorff zurückgesandt worden:
M. 22.6.31

Sehr geehrter Herr N. Halbe!

Die Anlagen mit Dank zurück.

Mit Deutschem Gruß
Ludendorff


Herrn N. Halbe
Berlin (?), Salvatorplatz(?)
...

November 1931 - "Möchte unser gemeinsamer Kampf die Deutschen vor ihrem grimmigsten Feinde, dem Nationalsozialismus bewahren"

Abb.: Erich Ludendorff an einen Herrn Tartler über den Nationalsozialismus (24.11.1931)

An einen Herrn Tartler schrieb Erich Ludendorff am 24. November 1931:
München, den 24. November 1931.
Geehrter Herr Tartler!
Ich sende Ihnen die Schrift mit Dank zurück. Sie stellt eine ungeheuerliche Irreführung dar. Möchte unser gemeinsamer Kampf die Deutschen vor ihrem grimmigsten Feinde, dem Nationalsozialismus, bewahren.
Mit Deutschem Gruß!
Ludendorff.
Diese Postkarte findet sich abgedruckt in der Zeitschrift "Die Deutsche Volkshochschule" des Schriftleiters Werner Preisinger (Folge 6, S. 136; undatiert [Winter 1979/80]). Es wird dazu erläutert:
Der von uns veröffentlichte Brief von Erich Ludendorff ist uns als Foto von bestimmter Seite zur Verfügung gestellt worden. Er trägt für den, der Ludendorffsche Briefe kennt, den unverkennbaren Stempel der Echtheit. Der Empfänger ist uns unbekannt. Doch wir hätten gerne erfahren, wer der Empfänger des Briefes ist. Wir würden es auch begrüßen, andere wichtige Dokumente leihweise zu getreuen Händen zu erhalten. (...) Bitte per Einschreiben direkt an den Schriftleiter.
Der Text dieser Postkarte und drei weitere in diesem Beitrag gebrachte Textauszüge wurden 1987 auch von Gunther Duda veröffentlicht (18, S. 1113). Allerdings ohne Erläuterung oder Herkunftsangabe.

Dezember 1932 - Auslandsdeutsche "Deutschvolk"-Mitglieder - Formalitäten des Kirchenaustritts "nicht immer so glatt"


Wer Mitglied in der weltanschaulichen Vereingung "Deutschvolk" werden wollte, mußte seinem Mitgliedsantrag seine Kirchenaustritts-Bescheinigung beilegen, die ihm dann zusammen mit der Mitglieds-Urkunde zurückgesandt wurde. Im Autographen-Katalog der Firma Stargardt aus dem Jahr 1988 wurde ein Brief Erich Ludendorffs versteigert, stammend vom 4. Dezember 1932 (oder 1933?) (GB). Es ist derselbe Katalog, in dem weitere Ludendorff-Briefe aus dem Briefnachlaß des völkischen Schriftstellers und Politikers Alfred Roth (1879-1969) in Stuttgart, den Organisator und Führer des "Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes" (1919/22) zum Verkauf angeboten worden sind. Womöglich war also auch der folgende an ihn gerichtet. Er handelt von den vielen Einschränkungen in der Tätigkeit der Ludendorff-Bewegung infolge der präsidialen Notverordnungen Hindenburgs, kurz vor der Machtübernahme Hitlers (20, S. 427; nur Google Bücher Auschnitt):
Ferner schreiben Sie "Aufnahmen in das Deutschvolk können nicht mehr getätigt werden". In dem Freien Staat Hamburg aber doch noch? Herr Feldhaus sendet immer noch sehr viele Anträge, die ich bestätige, den anderen Deutschen, in deren Länder das ... -gung zukommen, wenn sie mir mitteilen, daß sie sich zur Deutschen Gotterkenntnis bekommen. Das kann ich bis jetzt doch immer noch tun.

Die dortliegenden Anträge von Auslandsdeutschen bitte ich ruhig an den Verlag zu leiten, auch wenn die Formalitäten des Kirchenaustrittes nicht ganz so stimmen wie bei Deutschen. Im Ausland läßt sich das eben nicht immer so glatt erledigen. ... Das für Sie, als Mitkämpfer des 9.11. ...
Zu diesem Brief schreibt das Auktionshaus: "Beiliegend zwei von Ludendorff und seiner Frau Mathilde unterschriebene Urkunden, 1931 und 1932 (Bestätigung der Mitgliedschaft im 'Deutsch-Volk'), Karton" Womöglich ist also dieser Landesleiter oder sonstige "Mitkämpfer" des Tannenbergbundes, bzw. Kunde des Verlages 1931 und seine Frau 1932 Mitglied des "Deutschvolk" geworden.

Dezember 1933 - "Verbreitung unserer großen Gedankenwelt"


Abb.: Erich Ludendorff an Friedrich Ernst Müller in Saarbrücken im Dezember 1933 (aus dessen Nachlass) 
(Herkunft: Ebay, 11/2016)
Der Wortlaut der nebenstehenden Karte:
Tutzing im Julmond 1933
Der von mir ausgeworfene Betrag und meine Karte sollen Ihnen Ansporn sein zu weiterem Wirken für Deutsche Volksschöpfung durch Verbreitung unserer großen Gedankenwelt, die aus dem Rasseerwachen durch Deutsches Gotterkennen die letzte Folge zieht.
Es lebe die Freiehit!
Ludendorff.
Dem Wortlaut dieser Karte könnte man entnehmen, dass verdienten "Mitkämpfern" eine Art Weihnachtsgeld gezahlt wurde. Vielleicht insbesondere solchen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden.

1934 - "Das gewaltige Plus, das wir heute für uns haben"

An einen Menschen namens W. Horstkotte schrieb Erich Ludendorff am 6. Februar 1934 (18, S. 1118):
.... aber auch ohne Karte und ohne Verband muß unser Kampf für deutsche Geistesfreiheit und deutsches Volkstum weiterschreiten.
In einem Dankschreiben für Glückwünsche zum 9. April 1934 schrieb Erich Ludendorff einen von Duda nicht Genannten (18, S. 1118):
Unser weltanschauliches Ringen geht vorwärts, alle Deutschen müssen von ihm Kenntnis erhalten, es soll unserem Volke Hilfe sein in seinem Sehnen nach Freiheit, Wiedergewinnung seiner Eigenart und Wohlfahrt.
An einen Menschen namens Habisreitinger schrieb Erich Ludendorff am 10. August 1934 (18, S. 1118):
Der Freiheitskampf ist wohl anders geartet. Die Feinde aber sind die gleichen: die überstaatlich-occulten Mächte und ihre Helfershelfer. Neu ist das Ziel: das Hinführen des Rasseerwachens zu arteigener Gotterkenntnis. Dieses neue, das meine Frau gegeben hat, ist das gewaltige Plus, das wir heute für uns haben.
Dieser Textauszug und weitere dieses Beitrages wurden 1987 von Gunther Duda veröffentlicht (18, S. 1113). Allerdings ohne Erläuterung oder Herkunftsangabe. Es stellen sich Fragen wie: Befanden sich diese in seinem - Dudas - eigenem Besitz? Wie gelangten sie dorthin? Oder befanden sie sich im Ludendorff-Archiv in Tutzing? Und wie gelangten sie dorthin? Oder wurden sie zuvor schon andernorts publiziert? Wo befinden sie sich jetzt?


Mai 1935, 1936 - Ludendorff über einen etwaigen Mord am "Deutschenfreund" Pilsudski

Um 1978/79 herum hat der 1977 abgelöste Vorsitzende des "Bundes für Gotterkenntnis", der 82-jährige Rudolf Sand, aus seinem eigenen Briefnachlaß seinen Briefwechsel mit Erich Ludendorff zu Fragen rund um den Tod des polnischen Staatspräsidenten, des Marschalls Josef Pilsudski's (1867-12.5.1935), an einen historisch interessierten Autor von "Mensch & Maß" gesandt. Diese Anregung durch bis dahin unveröffentlichte historische Dokumente ließ diesen Walther Werner (Pseudonym?) im April 1979 einen Aufsatz veröffentlichen, in dem er einleitend schrieb (19):
Zu meinem Beitrag "Wie es damals wirklich war" in Folge 19/1978 erhielt ich von Dr. Sand eine Ablichtung eines Briefes Erich Ludendorffs vom 26. 5. 1935. Dr. Sand hatte seinerzeit unterschiedlichste Todesursachen des polnischen Marschalls Pilsudski in den Zeitungen festgestellt und dies nach Tutzing berichtet. Der Brief (Ludendorffs) lautet:
"Auch über diesen Tod herrscht Dunkel - es ist ein eigenartiger 'Zufall' - wir können nur immer wieder in unseren Kreisen aufklären. Das neue Buch meiner Frau"
gemeint war "Der ungesühnte Frevel an Luther, Lessing, Mozart und Schiller", 40. - 43. Tausend, 1935, am 20.5.1935 im "Quell" angekündigt
"ist für alle Deutschen, namentlich auf für unsere Rechtsgestaltung wichtig - es lebe die Freiheit
Ludendorff"
Leider werden in diesem Aufsatz die "unterschiedlichste(n) Todesursachen des polnischen Marschalls Pilsudski in den Zeitungen", die Rudolf Sand an Ludendorff weitergegeben hatte, nicht mitgeteilt. Womöglich waren sie nicht mehr in Händen von Sand und wären deshalb noch einmal im Ludendorff-Archiv in Tutzing herauszusuchen. Erich Ludendorff hat aber ein halbes Jahr nach Erhalt dieser Berichte von Rudolf Sand dann Zweifel an den offiziell genannten Todesursachen von Josef Pilsudski auch öffentlich geäußert. Und zwar schrieb Ludendorff in seiner Halbmonatsschrift "Quell" vom 20. Februar 1936 (zit. n. 19; Hervorhebung nicht im Original):
Schon vorher waren in Polen Morde vorgekommen, die den Belangen (...) freimaurerischer Politik entsprachen, da "Deutschfreunde" die Opfer waren. Der auch für die "hohe" Politik "zur rechten Zeit" eintretende Tod Pilsudskis hat mich eigenartig berührt, nicht minder die getrennte Beisetzung von Herz, Kopf und Gebeinen Pilsudskis. Verbreitet wurde zwar, solche unerhörte Zerstückelung seines Leichnams entspräche - für mich überraschenderweise - seinen Wünschen, aber sie erinnert auch an die Schändung des Leichnams Schillers durch seine freimaurerischen Gegner. Außerdem erscheint es mir nicht ausgeschlossen - doch habe ich noch keine feststehenden Beweise dafür -, dass Pilsudski selbst Freimaurer war, der indes in seiner Politik mit Deutschland freimaurerischen Wünschen nicht mehr folgte.

Der Abbau der auf ein Zusammengehen mit Deutschland hinzielenden Politik Pilsudskis in Polen ist typisch freimaurerisch. (...) Das Kabinett wurde durch Polen ersetzt, deren Haltung gegen Deutschland eine ganz andere war, als sie Pilsudski tatsächlich (...) vertrat.
Auch in den Folgemonaten beobachtete Ludendorff in seiner Zeitschrift immer wieder sehr genau das Ringen deutschfreundlicher mit deutschfeindlichen Kräften in der Regierungsspitze Polens (ausführlich behandelt und dokumentiert in: 19). So schreibt er dann auch am 20. November 1936 beispielsweise (zit. n. 19; Hervorh. n. i. Orig.):
Marschall Rydz-Smigly, der als Deutschenfreund nicht anzusprechen ist, erhielt den Marschallstab und erhielt damit ganz ausgesprochen die Stellung, die Marschall Pilsudski innehatte, der indessen größten Wert auf gute Beziehungen zu Deutschland legte. Mein Werk "Weltkrieg droht auf deutschem Boden" hatte günstig auf ihn eingewirkt.
Woher Ludendorff Hinweise für seinen letzten Satz hatte, ist einstweilen unbekannt. Aber bekannt ist ja heute, daß Pilsudski just in den Jahren 1932 und 1933 im Zusammenwirken mit dem französischen Generalstab sehr konkrete Präventivkriegsabsichten gegenüber Deutschland hegte. Womöglich wusste oder ahnte er auch von den gleichzeitigen Kriegsplänen Stalins (s. Bogdan Musial "Kampfplatz Deutschland" [2008]). Warum sollte ihn da dieses Buch des vormaligen führenden deutschen Generals Ludendorff, der bei einem kommenden Krieg nicht nur eine Vernichtung Deutschlands, sondern auch Polens durch die Sowjettruppen voraussagte, nicht nachdenklich gemacht haben? Interessant ist jedenfalls auch folgende Angabe über Pilsudski auf Wikipedia:
Verheiratet war er in erster Ehe mit Maria Juszkiewiczówna. Da diese geschieden war, trat er vor der Eheschließung (...) zur evangelisch-lutherischen Kirche über. Während des Ersten Weltkrieges kehrte er zur römisch-katholischen Kirche zurück. Mit seiner späteren Gefährtin Aleksandra Szczerbińska hatte er zwei Töchter, Wanda und Jadwiga. Er heiratete Aleksandra erst nach dem Tod der ersten Ehefrau.
Darin könnte sich ja doch zumindest eine gewisse kritische Distanz oder doch nur geringe Gebundenheit gegenüber der römisch-katholischen Kirche und ihren (politischen) Interessen widerspiegeln. Auf welche sonstigen Morde an "Deutschenfreunden" in Polen sich Ludendorff in seinem Artikel bezog, müsste noch einmal herausgesucht werden. Gut bekannt ist ja heute jedenfalls die Ermordung des polnischen Generals Sikorski durch die Churchill-Regierung im Jahr 1943. Welche Churchill danach dann in einer typischen zynischen Gaunersprache auch mit Roosevelt besprechen sollte. Und zwar weil sich Sikorski den Nachkriegsplänen der "demokratischen" Westmächte, nämlich der Sowjetisierung Europas bis an die Elbe, in den Weg gestellt hatte, unter anderem, indem er beharrlich auf die Täterschaft der Sowjetregierung an den Morden von Katyn hinwies. (Welche Verruchtheit der Westmächte übrigens aus diesen Vorgängen zu schließen ist, ist im Grunde gar nicht mit Worten zu kennzeichnen.) Und auch hinsichtlich des Flugzeugabsturzes in Smolensk im Jahr 2010, bei dem der polnische Staatspräsident Lech Kaczyński und zahlreiche andere ums Leben gekommen sind, wird ja von vielen Seiten ein politisches Attentat angenommen.

Abb.: Brief Erich Ludendorffs an Max Stern in Bamberg, 23. August 1935
August 1935 - "Irgendeine Organisation habe ich nicht"

Auch die Ludendorffsche Weltanschauungsvereinigung "Deutschvolk" war im Herbst 1933 verboten worden. Deshalb antwortete Erich Ludendorff, als sich im August 1935 ein Max Stern aus Bamberg bei ihm erkundigte, wie er aus der Kirche austreten und Mitglied der Ludendorffschen Weltanschauungsgemeinschaft werden könne, so wie er in jener Zeit auf viele Anfragen ähnlich antwortete (zit. n. Ebay-Angebot, Mai 2015):
Tutzing, den 23. 8. 35
Geehrter Herr Stern!
Ihren Kirchenaustritt müssen Sie bei dem für Sie zuständigen Standesamt erklären.
Irgendeine Organisation habe ich nicht. Doch können diejenigen Deutschen, die sich von der Christenlehre frei gemacht haben und sich zur Deutschen Gotterkennntis, wie sie aus den religionsphilosophischen Werken meiner Frau hervorgeht, bekennen, mir dies mitteilen. Sie erhalten dann von mir eine Bestätigungskarte, dass ich von ihrer Erklärung Kenntnis genommen habe.
Mit Deutschem Gruß
Es lebe die Freiheit!
gez. Ludendorff

Rückporte ist stets beizufügen.
(Dieser Brief wird auf Ebay verkauft als "Brief an den Juden Max Stern Bamberg". Obwohl eine jüdische Herkunft bei dem Familiennamen Stern vorliegen könnte, wird sie wohl nicht zwangsläufig vorausgesetzt werden können. Woher der Verkäufer von dieser weiß, sagt er nicht. - Aus einem weiteren, mitverkauften Schreiben aus dem Dezember 1923 an diesen Max Stern geht hervor, dass dieser 1923 in Nördlingen lebte und für sich - oder jemand anderen - Schulgeld für das "Technikum Konstanz" zahlte.)

November 1935 - Ludendorff schickt zwei Aufsätze


1981 wurde im Autographenhandel für 500 DM angeboten (Stargardt, 1981, S. 302; GB):
1012 LUDENDORFF, Erich, preußischer General, Politiker, 1865-1937. 2 Typoskripte (Fragmente) mit einigen Korrekturen und Zusätzen in Bleistift. Das eine Typoskript mit Begleitbrief (November 1935)
Aufsätze für eine Zeitschrift.
1) Über den italienisch-abessinischen Krieg (Titel: "Panzerwagen und Flugzeuge in Ostafrika"). Der Schlußsatz des Begleitbriefes („Ich bitte, den Wortlaut der Worte des Herrn Hitler im Bürgerbräukeller Frl. Hoffmann morgen mitzugeben") bezieht sich auf Hitlers Gedenkrede an den Putsch von 1923.
2) ....
Es wird sich um zwei Aufsätze handeln, die Erich Ludendorff an den Schriftleiter der Zeitschrift "Am Heiligen Quell Deutscher Kraft" sandte zum Abdruck. Der Schriftleiter dürfte damals  Walter Löhde gewesen sein.
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J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. 1981 (GB)


Oktober 1938 - Paul Wesely, ein außergewöhnlicher Lehrer und "Autogramm-Jäger" in der Steiermark

Im Oktober 1938 dankt Mathilde Ludendorff dem Oberlehrer (Oberschulrat, bzw. Direktor) Paul Wesely aus Großsteinbach, bzw. Vorau in Steiermark für übersandte Geburtstagswünsche - wie noch später sehr häufig anderen Gratulanten (siehe unten) auf einer eigenhändig unterschriebenen, gedruckte Briefkarte (im adressierten Kuvert) (Inlibris). Dieser Paul Wesely scheint - wie den zahllosen parallelen Verkaufsangeboten zu entnehmen ist - ein "Autogramm-Jäger" gewesen zu sein. Er scheint eine große Begabung darin gehabt zu haben, bekannte Persönlichkeiten aus allen Sparten des Kulturlebens und der Wissenschaft durch zugesandte Geburtstagswünsche zu oft auch recht persönlichen Antworten veranlassen zu können. Und er scheint dieser Begabung mit großem Fleiß nachgegangen zu sein über mehrere Jahrzehnte, bis in die 1960er Jahre hinein.

Nicht von Mathilde Ludendorff, von der offenbar nur eine Antwortkarte vorliegt, aber von vielen anderen angeschriebenen Persönlichkeiten scheint er als etwas mehr empfunden worden zu sein, als bloß ein "Autogramm-Jäger". Allerdings wird ja niemand von den vielen anderen jeweils parallel Angeschriebenen gewußt haben. Der gleiche Auktionshändler bietet jedenfalls noch über 400 (!) weitere Dankesschreiben für Geburtstagsglückwünsche von damals bekannten Persönlichkeiten an, die dieser Josef Wesely erhalten hat. Obwohl all dies unmittelbar nur wenig mit Erich und Mathilde Ludendorff zu tun hat, sollen doch einige Beispiele gebracht werden, die von allgemeinerem kulturgeschichtlichen Interesse sind. (Diese Beispiele sind natürlich nicht die einzigen interessanten unter diesen 400.) Die ostpreußische Dichterin Agnes Miegel antwortete:
Tut’s hier am sanften Deister
Im Hornung grimmig friern und schnein,
Wie mags da erst im Steirerland,
Hoch in den Bergen sein?
Mancher andere schüttete in seinem Antwortbrief noch persönlicher sein Herz aus. Der Schriftsteller Heinrich Waggerl etwa. Andere schriftlich Dankende waren der Volkskundler Hermann Wopfner, der Asienforscher Sven Hedin, der Dichter Josef Weinheber, waren Astronomen, Physiker, Chemiker, Geographen, Anthropologen, Schauspieler, Musiker, Komponisten. Auch Wilhelm Filchner, Otto Hahn, Hermann Oberth, Heinrich Mann und viele, viele andere mehr. Heinrich Waggerl und andere besuchten Paul Wesely auch. Der Schriftsteller Hans Grimm schreibt im Januar 1953 nach dem einleitenden Dank:
Ich sitze nun eineinhalb Jahre an einer Schrift, die den Titel trägt "Warum, woher, aber wohin? Vor, unter und nach der geschichtlichen Erscheinung A. H." und die mir sehr viel Mühe macht, die ich aber für dringend notwendig halte. Ich weiß nicht, ob die Schrift später nach Österreich kommen kann, nachdem damals das Verbot des Erzbischofs erfolgte. Ich hoffe ja auch, daß das andere Verbot wieder aufgehoben wird.
Gemeint ist wohl die "Erzbischofsschrift" von Hans Grimm. Die österreichische Dichterin Maria Grengg schrieb ihm zu Weihnachten 1946 sehr ernste Erlebnisse:
Ich bin die ganze Zeit hier in Rodaun gewesen. Seit 4 Jahren wohne ich hier in einem sehr schönen 222 Jahre alten ehemaligen Jagdschlößchen, Bombenagriffe und Endkampf sind über dieses Haus hinweggegangen. Es blieb verschont, als sei ein blauer Schu[t]zmantel darüber gebreitet. Die Russen sind wochenlang bei Tag und Nacht durch das Haus gezogen - Ich war allein [...] die Russen haben mir nichts zerstört - als ich einige von ihnen zeichnete, kamen sie mir sogar mit einer gewissen Achtung entgegen. Freilich, man stand als Frau stets auf der Schneise zwischen Leben und Tod - und es hat Nervenkraft gekostet: immer obenauf und freundlich zu bleiben - einigemale wäre ich am liebsten gegangen aus diesem Grausen - aber ich wußte, daß nur ich allein das Haus und das Werk meines Lebens - meine schönen Zeichnungen, meine Bücher - retten konnte, ich wußte, daß viele Menschen an mir hängen, an mich glauben, daß ich ihnen Trost und Hilfe gewesen bin während des Wahnsinns dieses verfluchten Krieges.
Ein Kurt Frieberger schrieb im Februar 1948:
Herzlichsten Dank für Ihre Worte des Beileids zu einem Verlust, den meine Frau und ich leider nicht verschmerzen können. Sehr schmerzlich berührte mich die Nachricht über Ihre Enthebung. Wenngleich ich zur Steiermark wenig Beziehungen habe, möchte ich doch versuchen, ob ich nicht ein wenig zu Ihren Gunsten eingreifen könnte.
Ein Oskar Maurus Fontana schreibt im April 1946:
Vielen herzlichen Dank für Ihre lieben Wünsche und Ihre durch viele Jahre, auch in der Nazizeit erprobte Treue. Menschen wie Sie sind inmitten des geschäftigen und geschäftemachenden Egoismus in vielen Verkleidungen ein wahres Labsal. Sehr schmerzlich, daß es Sie so hart getroffen hat und daß Sie das im Laufe Ihres Lebens mit so viel Liebe Gesammelte verloren haben. Das andere wird sich wieder geben.
1968 schrieb der Schriftsteller Edwin Erich Dwinger:
Ich habe mich über Ihren Glückwunsch umsomehr gefreut, als Sie zu meinen Treuesten gehören, die mich zu diesem Datum noch niemals vergessen haben, ich glaube, mindestens seit 30 Jahren!
All diese Zeugnisse zeigen, in welche Art von Personenkreis und in welche Art von Austausch hier im Oktober 1938 auch Mathilde Ludendorff von diesem Paul Wesely aufgenommen worden war. Soweit bislang bekannt, ist aber zwischen ihnen nichts Persönliches ausgetauscht worden.

Oktober 1938 - Geburtstag, Dankeskarte

Abb. 12: Antwortkarte Mathilde Ludendorffs, Datum schwer entzifferbar
Eine Antwortkarte, datiert möglicherweise auf dem 13. Oktober 1943 (?):
Herzlichen Dank für Ihre Grüße anläßlich meines Geburttages. - Mögen sich alle Ihre guten Wünsche für unsere Ziele erfüllen.
Mathilde Ludendorff.

Oktober 1943 - Ein General hilft, die Grabstätte Erich Ludendorffs zu finanzieren

Abb. 15: Mathilde Ludendorff schreibt an einen bislang unbekannten General (14.8.1943)

Am 14. August 1943 schreibt Mathilde Ludendorff folgenden Brief:
Sehr verehrter Herr General,

Nehmen Sie meinen aufrichtigen, herzlichen Dank für Ihre Fürsorge für die Erinnerungstätte an den toten Feldherrn.

Gegebenenfalls werde ich von Ihrem gütigen Angebot fernmündlichen Anrufs Gebrauch machen.

Mit Deutschen Grüßen
Ihre ergebene
dankbare
Mathilde Ludendorff
Vorderhand bleibt unbekannt, um welchen General es sich hier handelt. Stand er noch im aktiven Dienst oder war er pensioniert? Und für welche Fürsorge bedankt sich Mathilde Ludendorff? Für eine Geldspende zum Erwerb der Grabstätte oder zur Pflege und Gestaltung des Grabes? Offenbar ist ja insbesondere auch das Geld zum Erwerb des Grabgrundstückes von einem anonym bleibenden Spender gespendet worden, wie Mathilde Ludendorff irgendwo geschrieben hat.

Oktober 1961 - Geburtstag, Dankeskarte nach Bonn

Abb. 17: Dankeskarte Mathilde Ludendorffs vom 8. Oktober 1961
Diese Dankeskarte ging an einen Freundeskreis in Bonn, der Rosen zum Geburtstag geschickt hatte.

Abb. 18: Dankeskarte Mathilde Ludendorff an eine Frau Paulitz, 8. Oktober 1961
Eine Verehrerin hatte Mathilde Ludendorff zum Geburtstag eine Schallplatte mit Musik von Ludwig van Beethoven zugesandt. Am gleichen Tag wie die vorige Karte schrieb Mathilde Ludendorff auch diese:
Sehr geehrte Frau Paulitz,

herzlichen Dank für die prachvolle Platte von Beethoven zu meinem Geburtstag. Herzliche Grüße,

Dr. M. Ludendorff
November 1963 - Geburtstag, Dankeskarte nach Saarbrücken

Abb. 19: Mathilde Ludendorff an einen Friedrich Ernst Müller, Saarbrücken, 11.11. 1963
Eine Dankeskarte gerichtet an einen Herrn Friedrich Ernst Müller, Saarbrücken 3, Großherzog Friedrichstraße 103, hat den Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Müller,

Herzlichen Dank für Ihr warmes Gedenken und für die schönen Rosen zu meinem Geburtstag. Erst heute bekommen wir Ihre Adresse, deshalb den verspäteten Dank! Es lebe die Freiheit! Dr. Mathilde Ludendorff
Damit sind noch keine Briefe Erich Ludendorffs aus der Zeit vor 1919 angeführt, von denen es auch mancherlei im Autographen-Handel gibt, und von denen gegebenenfalls auch noch einmal ein Beitrag zusammengestellt wird. Vielleicht finden sich ja in ihnen oder anderwärts noch weitere "Pferdefüße" zeitgeschichtlichen Anstoßes.

(Letzte Ergänzungen: 17.9.2013, 21.11.2016)
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  1. Bading, Ingo: "Parteigenossin Ihre Exzellenz Frau Margarethe Ludendorff". Auf: Studiengruppe Naturalismus, Januar 2013
  2. Bading, Ingo: "Allen zugänglich aufbewahrt"? Auf: Studiengruppe Naturalismus, Dezember 2012
  3. Bading, Ingo: Das Familiensilber des Hauses Ludendorff wird verkauft. Auf: Studiengruppe Naturalismus, Januar 2012
  4. Bading, Ingo: Möbel Erich Ludendorffs stehen zum Verkauf. Auf: Studiengruppe Naturalismus, Dezember 2012
  5. Bading, Ingo: Der Schriftsteller Hermann Rehwaldt. 3. Teil. Auf: Studiengruppe Naturalismus, Februar 2012
  6. von Bieberstein, Marschall: Lüttich-Namur. Nachdruck des Originals von 1918. Unter Benutzung amtlicher Quellen bearbeitet im Auftrage des Generalstabes des Feldheeres. Salzwasser-Verlag, 2012 (Google Bücher)
  7. v. Marées, Schnübbe, Rein, Prietze, Hohmann, Klenk, Andresen, Schaper und Kahle: Die Geschichte des Reserve-Infanterie-Regiments 73, hrsg. von der Kameradschaft Reserve-Infanterie-Reg. Nr. 73, Hannover, Nordwestdeutsche Druckerei GmbH, 1940 (s. Denkmalprojekt.org)
  8. Krull, Albert: Das Hannoversche Regiment 73. Geschichte des Panzer-Grenadier-Regiments 73 vormals Infanterie Regiment 73. 1939-1945. Verlag Regimentskameradschaft 73, 1967 (Google Bücher)
  9. Schmidt-Reder, Bruno: Odins Fahrt. Eine lustige Geschichte. Singer, Straßburg, Leipzig 1909
  10. Schmidt-Reder, Bruno: In England kriegsgefangen! Meine Erlebnisse in dem Gefangenenlager Dorchester. Georg Bath Verlag, Berlin 1915 (136 S.) (Google Bücher)
  11. Moores Kevin Moore 3. Barn Cottages, Sheep Pen Lane Sutton Road Seaford East Sussex BN25 4QP United Kingdom: Erich Ludendorff WW1.German Military, Hindenburg, Lighter Ronson Horses Hoof. Ebay-Angebot zum 11.11.2012
  12. Ludendorff, Erich: Auf dem Weg zur Feldherrnhalle. Lebenserinnerungen an die Zeit des 9. 11. 1923. Ludendorffs Verlag, München 1937 
  13. myladylore: Orig.handschriftlicher Brief m. Signatur - LUDENDORFF ! Angebotsende: 17.7.2011
  14. Wroost, Wilfried: Der Russenkopf. Die Geschichte einer Kompagnie. Westermann, Hamburg 1919; Hans Köhler Verlag, Hamburg 1930 (4. - 6. Tsd.) (243 S.), Deutsche Hausbücherei Hamburg, 1933
  15. Völkisches Schrifttum. Verlagsverzeichnis. Ludendorffs Verlag, München o.J. [1940/41]
  16. Zur Erinnerung an die Enthüllung des Gedenksteines für das 1. Hannoversche Infanterie-Regiment Nr. 74 in der Eilenriede in Hannover am Sonntag, dem 25. August 1963
  17. bambule2013: RAR! RAR! 2 originale Briefe mit Original Unterschrift von General Ludendorff. Ebay-Angebot zum 29.5.2013
  18. Wächter, Dieter (d.i. Gunther Duda): Ludendorffiana 1917 - 1937. Im Gedenken an den 20.12.1937. In: Mensch & Maß, Folge 23 und 24, 9. und 23.12.1987, S. 1063 - 1070 und 1111 - 1120 
  19. Werner, Walther (Pseudonym?): Erich Ludendorff über die polnisch-deutschen Beziehungen 1936/37. In: MuM, 9.4.1979, S. 289 - 294 [zitiert ein Brief Ludendorffs an Rudolf Sand aus dem Jahr 1935]
  20. J.A. Stargardt: Autographen Katalog 1988 (Google Bücher)
  21. manuskryptum: c. 1925 GENERAL Erich LUDENDORFF - Autograph. Ebay-Angebot zum 20.10.2013 [149 Euro]
  22. Ludendorff, Erich: Brigade und Divisionsmanöver in Anlage und Leitung mit einem Beispiel aus der Praxis. Unter Berücksichtigung des Felddienstes. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, 1908 (183 S.)
  23. Ludendorff, Erich: Meine Kriegserinnerungen. Mittler und Sohn, Berlin 1919
  24. Ludendorff, Erich: Das Frieden- und Waffenstillstandsangebot. Entgegnung auf das antliche Weissbuch: "Vorgeschichte des Waffenstillstandes". Mittler & Sohn, Berlin 1919 (80 S.)
  25. Ludendorff, Erich: Das Scheitern der neutralen Friedensvermittelungen August / September 1918. Mittler & Sohn, Berlin 1919 (56 S.)
  26. Ludendorff, Erich: Französische Fälschung meiner Denkschrift von 1912 über den drohenden Krieg. Ein Beitrag zur "Schuld" am Kriege. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1919 (24 S.)
  27. Ludendorff, Erich: Urkunden der Obersten Heeresleitung über ihre Tätigkeit 1916 - 1918. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1920, 1922
  28. Ludendorff, Erich: Kriegführung und Politik.  Ein Abriß aus der Geschichte des Weltkrieges. E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1922, 1923
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